Von einer Sturmflut wird gesprochen, wenn der Tidenhöchststand das mittlere Tidenhochwasser um 1,50 Meter oder mehr übersteigt. Ab 2,50 Meter wird von einer schweren Sturmflut und ab 3,50 Meter wird von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen.
Sturmfluten treten verstärkt im Frühjahr und im Herbst auf. Die Deutsche Bucht ist nach Ansicht des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie eines der am stärksten von Sturmfluten bedrohten Gebiete weltweit. Bedingt durch die Geographie der Nordseeküste und den Trichtereffekt der Elbmündung tritt dieses Phänomen häufiger auf als anderswo.
Sturmfluten bedeuten eine Gefahr für die betroffenen Küstenregionen durch Überschwemmungen, soweit sie die von Menschen geschaffenen Deiche durchbrechen. Sturmfluten verleihen Wellen eine erhebliche Energie.
Im Zuge der globalen Erwärmung durch den verstärkten Treibhauseffekt wird mit einer Erhöhung der Sturmflutgefahren durch drei Effekte gerechnet: Erhöhte Sturmwahrscheinlichkeit, Erhöhung der Sturmintensitäten und genereller Anstieg des Meeresspiegels.
Grundsätzlich gehören Hochwasser zum natürlichen Geschehen. Werden menschliche Werte betroffen, bezeichnet man sie als Katastrophe. Man kann unterscheiden zwischen regelmäßig wiederkehrenden Hochwassern, ausgelöst etwa durch Gezeiten oder Schneeschmelze (Frühjahrshochwasser), und unregelmäßigen oder einmaligen Ereignissen wie Tsunamis, Sturmfluten und sogenannte „Jahrhundertfluten“ (Beispiel: das Elbehochwasser 2002).
Die globale Erwärmung ist möglicherweise eine Förderung des Hochwassergeschehens.Hängt aber auch von den örtlichen Verhältnissen ab. Für manche Regionen prognostiziert man eine Steigerung des Jahresniederschlages, für andere mit einer Verminderung oder einer anderen Verteilung.
Das Hochwasserrisiko lässt sich durch vier Komponenten beschreiben:
- Starkregenfälle in der historischen Vergangenheit und deren Dauer
- Geomorphologie des betroffenen Regengebiets
- Die Verwundbarkeit, das heißt die Empfindlichkeit der betroffenen Einrichtung oder Nutzung gegenüber Überflutungen und
- Das Ausmaß und die Häufigkeit der Überflutung


